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Eine einmalige Chance

Zur Erneuerung der Klemens- und Ulrich-Straße wünschen wir uns, dass in diesem Zuge über den alleinigen Neubau hinaus auch Verbesserungen entlang der Straße umgesetzt werden.

Die Straße wird nach über 40 Jahren erneuert. Bei dieser seltenen Gelegenheit müssen alle denkbaren Varianten gründlich abgewogen werden, nichts darf von vornherein ausgeschlossen werden. Fahrradstreifen, breite Fußgängerbereiche, Zebrastreifen sind denkbar und Ideen für die Bereiche seitlich der Straße sind gefragt. Dies darf jedoch nicht zu Mehrkosten bei den Anliegern führen, die nach aktueller Gesetzeslage einen erheblichen Anteil der Straßenerneuerung tragen müssen.

Die oftmals fünfstelligen Beträge, sind für viele eine extreme Belastung. Die seit kurzem mögliche regelmäßige Erhebung kleinerer Beträge von Eigentümern im weiteren Umkreis wird vielerorts, auch in Meitingen, als bürokratisch und nicht praktikabel angesehen. Im Staatshaushalt würden die Kosten dagegen lediglich wenige Promille ausmachen.

Freie Wähler fordern:
Ausbau soll aus Staatskasse bezahlt werden.

Die Freien Wähler haben im Landtag einen Gesetzentwurf eingebracht, nach dem die Kosten nicht mehr auf die angrenzenden Eigentümer umgelegt sondern aus der Staatskasse bestritten werden sollen. Dabei gab es Ablehnung der anderen Fraktionen. Deshalb wird nun ein Volksbegehren angestrebt. Weg mit der alten Regelung! Das erspart einseitige Belastungen, Ärger, Verwaltungsaufwand und ist obendrein gerechter.

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben! Wir freuen uns jederzeit über Ihre Rückmeldungen!

Ihnen allen wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles gute fürs neue Jahr!

Ihr

Stefan Müller
1. Vorsitzender der Freien Lechtaler Wählergemeinschaft

Tempo …

Letztes Jahr hatten wir an dieser Stelle zu unserer Umfrage zur Verkehrsberuhigung aufgerufen. Hier zeigte sich sehr deutlich der Wunsch nach Tempolimits. So wird sich der Großteil der Bewohner darüber freuen, dass in den Wohngebieten Tempo 30 kommt. Nicht alle Ideen aus der Umfrage können verwirklicht werden, manche im Zuge der Erneuerung der Klemens- und Ulrichstraße. Bei den an einigen Stellen noch fehlenden Absenkungen der Bordsteine fordern wir eine baldige Umsetzung. (stm)

Alle Jahre wieder …

Wie jedes Jahr hat sich die FLW Gedanken gemacht, welche Maßnahmen speziell für unser Herbertshofen sinnvoll sind.

Dabei handelt es sich sowohl um Anträge, die wir bereits in den letzten Jahren gestellt haben und die noch nicht umgesetzt wurden, als auch um neue Projekte, die wir in die Umsetzung bringen wollen.

Über den Haushalts-Antrag der FW-Fraktion im Marktgemeinderat wurden u. a. folgende Vorschläge eingebracht:

  • Sanierung des Parkplatzes vor dem Sportheim des TSV 1960 Herbertshofen
  • Sanierung der Mühlstraße unter öffentlicher Kostenträgerschaft ohne Veranlagung der Anrainer (siehe auch separater Bericht)
  • Absenkung von Bordsteinen im Ortsgebiet von Herbertshofen (unter Berücksichtigung der bestehenden Straßensanierungspläne)
  • Austausch des maroden Pflasters auf der Herbertshofener Pestalozzistraße
  • Errichtung einer Wassertretanlage am „Mädele-Lech“
  • Beleuchtung des Radweges von Herbertshofen nach Meitingen entlang der Kreisstraße A 29

Ein Thema liegt uns noch besonders am Herzen: Der Betrieb einer Messstation für die Luftqualität im Süden Herbertshofen.

Nachdem die Bayerische Staatsregierung nicht in der Lage ist, beim einzigen Stahlwerk im Freistaat eine Luftmessstation zu unterhalten, sollte der Markt Meitingen im Interesse seiner Bürger hierfür Gelder zur Verfügung stellen. (edi)

Brücken über Lech und Fraktionen

In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates wurde von einem Kollegen einer anderen Fraktion der Antrag eingereicht, eine Machbarkeitsstudie zu einer Hängebrücke über den Lech bei Herbertshofen zu erstellen. Die Idee zu einer solchen Brücke hatte die FLW seit 2008 bereits mehrfach präsentiert und zuletzt 2014 in FLW aktuell darüber berichtet. Wir freuen uns, dass nun auch die Kollegen im Rat diesen Vorschlag übernehmen. Selbstverständlich werden unsere Markträte Ernst Dittrich und Hans Deisenhofer diesem Antrag im Gremium zustimmen. (edi, hdi)

Reparatur der Mühlstraße kommt

Das Ende eines langen, holprigen Weges für eine angemessene Lösung ist in Sicht.

Seit Januar 2017 ist die Mühlstraße in Herbertshofen immer wieder Thema im Marktgemeinderat und in Ausschüssen. Vor etwa 30 Jahren wurde beim Neubau der Straße als Unterbau unbehandelte Elektroofenschlacke des Lechstahlwerks anstelle von Kies verwendet. Durch den hohen Kalkgehalt der Schlacke quoll diese auf und dies führte zu Verwerfungen der Straßenoberfläche. Im Laufe der Jahre entstand eine ausgeprägten „Mulden- und Tälerlandschaft“. Der Asphalt auf Gehwegen wurde schon durch Platten ersetzt, aber an der Straße selbst wurden bislang noch keine Sanierungsmaßnahmen vorgenommen.

Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Finanzierung. Anliegerbeiträge wären fällig, wenn mindestens ein Viertel der Straße neu ausgebaut, d. h. der Asphalt entfernt würde. Ein Planer wurde hinzugezogen um anhand der derzeit konkret vorliegenden Schäden sinnvolle Varianten der Ausführungen aufzuzeigen. Dabei hat sich herausgestellt, dass einige Teile in gutem Zustand sind. Die dennoch großen Bereiche, die saniert werden müssen, können als Unterhaltsmaßnahme durchgeführt werden, welche nicht auf die Anwohner umgelegt werden muss.

Durch die jetzt angesetzten Baumaßnahmen wird die Straße in einen ordentlichen Zustand gebracht, so dass eine umfassende –  und kostenpflichtige – Sanierung erst dann wieder anfällt, wenn die Straße ein Alter erreicht hat, bei dem dies üblicherweise nötig ist.

Nicht beantwortet wurde die Frage unseres Fraktionsvorsitzenden Fabian Mehring in der Sitzung des Planungs- und Werkausschusses, warum die Reparatur erst jetzt angegangen wird, wo sie noch vor wenigen Jahren grundsätzlich ohne finanzielle Beteiligung der Anlieger hätte durchgeführt werden können.

Die Anwohner, welche bereits vor Jahrzehnten für eine ordentliche Straße bezahlt haben, und alle Herbertshofener Bürger freuen sich, dass in 2018 die Sanierung endlich angepackt wird! (asc, stm)

 

Unser Rätsel – mitmachen und gewinnen!

Wie viele der 45 Gemeinden im Landkreis Augsburg haben weniger Einwohner als Herbertshofen?

  • keine
  • 9
  • 19
  • 29

Ihre Lösung senden Sie bitte per E-Mail an info@flw-herbertshofen.de oder per Fax an 42 78 39. Es gibt etwas zu gewinnen. Einsendeschluss 31.12.2017. Gehen mehrere richtige Antworten ein, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Bei Freud‘ und Leid zum Spiel bereit

Unter diesem Motto begleitet der Spielmannszug Herbertshofen seit fast 40 Jahren unser Dorfgeschehen. Wir haben die Vorsitzende Barbara Bayer interviewt.

FLW aktuell: Was unterscheidet einen Spielmannszug von einer Blaskapelle?

Barbara Bayer: Ein Spielmannszug unterscheidet sich unter anderem durch seine Musikrichtung und die hierfür verwendeten Instrumente, wie z. B. Marschtrommeln, Lyren, Tenor-, Alt-, und Querflöten und Fanfaren, von einer Blaskapelle.

FLW aktuell: Welche Ziele habt Ihr für die nächste Zeit?

Barbara Bayer: Unser Ziel ist es, weiterhin Schüler in allen Registern auszubilden um somit sicherzustellen, dass unser Spielmannszug auch eine Zukunft haben wird. Ab Januar werden wir eine Bläserklasse haben bestehend aus allen unseren jungen Musikern, die sich in der Ausbildung befinden.

FLW aktuell: Seit kurzem habt Ihr Euch mit dem Spielmannszug Gersthofen zusammengetan. Was erwartet Ihr Euch von davon? Wie ist es angelaufen?

Barbara Bayer: Wir proben zusammen und möchten uns dann in Zukunft bei Auftritten und Umzügen gegenseitig unterstützen.

Einige Musikproben hatten wir nun schon zusammen und es hat sehr viel Spaß gemacht, wenn wieder jedes Register mehrfach besetzt ist.

Außerdem wollen wir 2019 wieder am Oktoberfest-Umzug teilnehmen. Hierzu laden wir alle interessierten Musiker aus der Umgebung ein um uns gemeinsam darauf vorzubereiten.

Kontakt: kontakt@spielmannszug-herbertshofen.de

Bundestagswahl am 24. September

Flugblatt als PDF

Lernen Sie Dr. Markus Brem aus Hirblingen kennen am
22. September, 20:00 Uhr
Gasthof Neue Post Meitingen, Hauptstraße 31

Das Programm steht unter dem Motto: HEIMSPIEL (Dauer: 90 Minuten, evtl. mit Verlängerung).

Ausgewählte Themen der Bundespolitik mit Bezug zur kommunalen Ebene.

Antrag für mehr Sicherheit an der A29

An der A29 auf der Höhe von Herbertshofen herrscht ein Tempolimit von 70 km/h. Diese Regelung ist auf jeden Fall sinnvoll, dient sie einerseits, den Verkehrslärm zu verringern, andererseits dem Schutz der Fußgänger, die die drei Querungshilfen nutzen um die Kreisstraße zu überqueren.

Wir sind der Überzeugung, dass Fußgänger und Radfahrer an diesen Stellen deutlich besser geschützt wären, wenn die Autofahrer auf die spezielle Situation aufmerksam gemacht würden bzw. den Einheimischen in Erinnerung gebracht würde durch entsprechende Schilder. Je Richtung ein Verkehrszeichen 133 (Fußgänger) , ergänzt durch Verkehrszeichen 1001-30 mit Angabe der Strecke würde auch den Sinn der Geschwindigkeitsbegrenzung unterstreichen und so sicherlich für aufmerksameres Fahrverhalten sorgen.

Ein sicherer Weg zu unserem Naherholungsgebiet im Osten Herbertshofens ist uns ein wichtiges Anliegen. Die besondere Aufmerksamkeit der stärksten Verkehrsteilnehmer schützt dabei alle Fußgänger, insbesondere aber auch ältere Menschen und Familien, die hier mit Kinderwägen, Laufrädern oder in der Gruppe mit Fahrrädern unterwegs sind.

Die vorgeschlagene Beschilderung würde hierzu einen Beitrag leisten.

Deshalb haben wir beantragt, dass der Markt Meitingen sich mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen und die notwendigen Schritte untersützen möge. Der Antrag ist inzwischen beim Landratsamt Augsburg und wir hoffen auf ein positives Ergebnis.

Großer schwäbischer Energiegipfel in Mertingen

Die Freien Wähler im Bezirk Schwaben luden zum regionalen Energiegipfel nach Mertingen. Namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Politik brachten dabei Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse den Zuhörern nahe. Zu Beginn gab es die Möglichkeit, ein Stück Energiewende vor Ort anzusehen.

Lokales Projekt: Strom ersetzt Diesel

Firma Klauser-Wensauer, ein lokales Unternehmen, welches den Abbau hochwertiger Kiese betreibt, stellte ihr aktuelles Projekt vor, Photovoltaikelemente schwimmend auf Seen zu betreiben. Dabei werden die stromerzeugenden Elemente auf einem Schwimmkörper aus einer patentierten Kunststoff-Spezialbeton-Konstruktion montiert und zusammengeschaltet, so dass der erzeugte Strom direkt für die Maschinen der Kiesförderung eingesetzt wird und somit sofort und unmittelbar Diesel ersetzt, der ansonsten für einen entsprechenden 90-kW-Generator verbraucht wird. Neben dieser Möglichkeit könnte man auch darüber nachdenken, derartige Anlagen auf ohnehin entstehenden Kiesweihern zu installieren. Bei der Bewertung, wie man hierzu aus Sicht des Naturschutzes steht, sollte dabei berücksichtigt werden, dass durch den derzeit praktizierten Abbau von Sanden und Kiesen große Flächen solcher Gewässer jährlich neu entstehen, ein solcher Einsatz also keine natürlichen Wasserflächen beeinträchtigen würde.

Vielfältige Aspekte in der Alten Brauerei in Mertingen

Im Anschluss gaben im gut gefüllten Saale der Alten Brauerei in Mertigen einige Vertreter aus Wirtschaft und Politik Einblicke aus ihrem speziellen Erfahrungsbereich. Fabian Mehring, stv. Bezirksvorsitzender der FW und FW-Fraktionschef in Meitingen, moderierte die Veranstaltung.

So gab es Informationen zu konkreter Technik, wie z. B. durch Heinrich Gärtner, Geschäftsführer bei GP Joule, welche in Buttenwiesen Forschung betreibt und bereits jetzt funktionierende Systeme im Bereich Power-to-Gas anbietet. Mit dieser Technik kann vorhandener überschüssiger Strom in Gas gewandelt werden, welches gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder durch Verbrennung zu Strom umgewandelt werden kann. Der Wirkungsgrad ist dabei zwar nicht übermäßig hoch, jedoch handelt es sich jeweils um überschüssigen Strom, wodurch es trotzdem wirtschaftlich bleibt. Dabei wurde aufgezeigt, dass es oftmals nicht an technischen, sondern an politische Lösungen mangelt.

Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, erinnerte an die Forderung von 2013, ein Energieministerium einzurichten, auch mit dem Ziel, eine Redemokratisierung der Energieerzeugung einzuleiten. Weg von Stromtrassen, die mehr Probleme bereiten als lösen, und außerdem Konzerne und Großinvestoren stärken und einer tatsächlichen Energiewende im Weg stehen.

Gut für die Umwelt – gut für uns

In verschiedenen Beiträgen kam zum Ausdruck, dass neben den Vorteilen für die Umwelt auch ganz deutliche regionalwirtschaftliche Vorteile reizen. Anstatt Energie in Form von Öl, Gas oder Uran im Ausland zu beziehen und dort weiterhin abhängig zu bleiben, schafft eine regionale Energieerzeugung vor Ort Wertschöpfung, auch Arbeitplätze und tatsächliche Unabhängigkeit.

Einen anderen Aspekt brachte unser FW-Marktrat Robert Hecht aus seinem Unternehmen mit ein. Er zeigte die derzeitigen bürokratsichen Hürden, selbst für kleinste Anlagen auf. Das gipfelt darin, dass quasi jeder Betreiber einer Anlage die relevanten 120 Seiten Gesetztestext selbst kennen sollte, um auf der sicheren Seite zu sein.

Neben der Bürokratie stellt auch ganz besonders die für jeden sichtbare Planungsunsicherheit ein großes Hemmnis dar, wie Hans-Peter Rauch, Präsident der schwäbischen Handwerkskammer, illustrierte. Dadurch ergeben sich für Forschung, Entwicklung, Hersteller wie auch für Betreiber und Investoren große Risiken. Und das kann dazu führen, dass sich entsprechendes Wissen und Fertigkeiten langfristig eher im Ausland entwickelt.

Bei so viel Hemmnissen und Unsicherheiten stellt sich einmal mehr die Frage, ob es Zufall ist, dass die Energiewende nur halbherzig angegangen wird, etwa hauptsächlich um „den Grünen“ das Thema wegzunehmen, oder ob es gar Strategie sein könnte, um an den bestehenden Strukturen langfristig nichts zu ändern.

Die Veranstaltung gab einen guten Überblick über den Stand der Dinge und war doch gespickt mit interessanten Details. Die überzeugenden Argumente aus einem breiten Spektrum von Beteiligten lässt hoffen, dass bei allen Hindernissen sich eine Energiewende durchsetzen kann, die den Namen auch verdient.

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