Radtour der FW-Fraktion

Bei der inzwischen schon traditionellen Radtour der FW-Marktgemeinderäte machten wir wieder an vielen Stationen halt, die Gegenstand von Entscheidungen werden. Es zeigte sich dabei einmal mehr, dass der Blick vor Ort oftmals wichtige Erkenntnisse ermöglicht, die einem bei der alleinigen Befassung mit Dokumenten und Luftbildern entgehen würden. Zum Abschluss konnten wir noch beim TSV 1960 Herbertshofen e. V. die heuer installierte Bewässerungsanlage in Betrieb sehen. Danke dafür an Fußball-Abteilungsleiter Rainer Otto! Anschließend kehrten wir in der Herbertshofener Zauberküche ein um die gewonnenen Eindrücke angemessen nachzuberaten …

FW-Marktgemeinderäte (v. l.) Franz Wengenmayr, Rudolf Helfert, Klaus Nebe, Ernst Dittrich, Patrick Gerblinger, Robert Hecht, Stefan Müller (Foto: Rainer Otto)

„Rückbau“ der berühmten Herbertshofer Buckelpiste

Dass wir das noch erleben dürfen: Die Herbertshofer Mühlstraße ist keine Buckelpiste mehr. Nun haben die Anwohner hier endlich eine Straße, die dem entspricht, was sie vor langer Zeit bezahlt haben. Auch Dank dem Volksbegehren zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge blieben sie vor einer erneuten Zahlung verschont.

Die FW-Fraktion überzeugte sich kürzlich vor Ort vom neuen Zustand der Straße. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen.

Außergewöhnliche Ferien

Es ist wieder Ferienzeit. Von unbeschwerter Erholung kann dieses Jahr leider oft nicht die Rede sein. Soll oder darf man weg fahren? Soll man daheim bleiben? Wird „daheim“ alles überfüllt sein, weil viele daheim bleiben? Wird es am Ende nächstes Jahr genauso sein? Kann ich mir nächstes Jahr einen Urlaub überhaupt noch leisten? Wie geht es nach den Ferien weiter? Normalisierung oder nochmal ein „Lockdown“? Ist an einen halbwegs normalen Betrieb in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen zu denken? Viele Unsicherheiten beschäftigen uns in diesen Tagen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie trotz allen Widrigkeiten Erholung finden – für welchen Ort und welche Art des Urlaubs Sie sich auch entscheiden.

Stammtisch zurzeit nur intern

Unser Stammtisch kann zuzeit leider nicht öffentlich stattfinden. Die Teilnahme bleibt noch bis auf Weiteres den Mitgliedern vorbehalten. Trotzdem bleiben wir natürlich für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar. Neben den bekannten Telefonnummern und E-Mail-Adressen sowie persönlichen Treffen können Sie auch gerne per Videokonferenz Ihre Anliegen anbringen. Wenn Sie dies möchten, melden Sie sich bei uns. Die Technik ist einfach und unkompliziert, wir teilen Ihnen die nötigen Informationen dann mit.

Unser Wasser in guten Händen

Für alle Mitglieder des Marktgemeinderates gab es eine Informationsveranstaltung zum Thema Wasser. Die Druckerhöhungsanlage Langenreichen, den Wasserhochbehälter und das Wasserwerk in Erlingen konnten wir besichtigen und bekamen dabei viele technische und organisatorische Informationen mit auf den Weg.

Nach viel Praxis ging’s weiter mit umfangreichen Informationen, die durch das Ingenieurbüro Bittner erarbeitet wurden. So zeigte sich, dass wir mit dem Zustand unserer Wasserversorgung durchaus zufrieden sein dürfen und dort fortschrittlich und gut organisiert aufgestellt sind. Präsentiert wurde auch das Ergebnis einer Gefährdungsanalyse und Risikoabschätzung, die aufzeigte, an welchen Stellen wir die Sicherheit unserer Wasserversorgung noch erhöhen können.

Unser Trinkwasser dürfen wir aus 195 Meter Tiefe von drei Tiefbrunnen im Bereich Erlingen beziehen, die in den 80er-Jahren gebaut wurden. Der Zugriff auf diesen Schatz verpflichtet uns auch zu einem sorgsamen und sparsamen Umgang. So wird auch alles getan, um Wasserverluste gering zu halten. Erfreulich ist, dass künftig der Zustand der Wasser- und Abwasserleitungen viel stärker berücksichtigt wird, wenn es darum geht, die Straßen auszuwählen, die saniert werden sollen. Dies ist eine weitere positive Auswirkung der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, die die Freien Wähler durch das Volksbegehren erreicht haben.

Es wurde klar, dass es laufende Anstrengungen und besondere Aufmerksamkeit erfordert, den hohe Standard unserer Wasserversorgung zu halten und weiter zu verbessern. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Aufgabe beim Team um Thomas Köhle und Herrn Brüfach in guten Händen ist.

Telefonnummern zur Störungsmeldung, eine Trinkwasseranalyse und weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Marktes Meitingen.

Fachthemen aufgeteilt

In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates wurde unter anderem auch die Besetzung der Ausschüsse geregelt. Dort werden Fachthemen in kleinerer Runde diskutiert, für den Marktgemeindrat vorbereitet oder direkt entschieden, solange es im festgesetzten Verantwortungsbereich liegt. Von den Freien Wählern stehen für Sie ab sofort bereit:

Planungs-, Umwelt- und Werksausschuss:
Robert Hecht (FWGem Meitingen)
Rudolf Helfert (UWG Erlingen)
Stefan Müller (FLW Herbertshofen)
Klaus Nebe (FWG Meitingen)

Haupt- und Finanzausschuss:
Ernst Dittrich (FLW Herbertshofen)
Patrick Gerblinger (UWG Erlingen)
Robert Hecht (FWGem Meitingen)
Franz Wengenmayr (FWGem Meitingen)

Rechnungsprüfungsausschuss:
Ernst Dittrich (FLW Herbertshofen)
Rudolf Helfert (UWG Erlingen)
Franz Wengenmayr (FWGem Meitingen)

Damit auch jeweils alle anderen Räte informiert sind, findet natürlich ein Austausch statt. Zusätzlich führt eine Vertretungsregelung in der Praxis dazu, dass jede/r auch mal im jeweils anderen Ausschuss arbeitet.

Desweiteren sind wir vertreten im Aufsichtsrat der Meitinger Wohnungsbau GmbH, im Schulverband, in der Geschwister-Scholl-Stiftung, im Erholungsgebieteverein Augsburg e. V. sowie im Wasserverband Schmuttergruppe Nordendorf um dort die Anliegen der Gemeinde im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger zu vertreten.

Wir freuen uns schon jetzt auf die vielfältigen Fachthemen in diesen Gremien und auf eine gute Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen der anderen politischen Gruppierungen!

Klärschlammentwässerung in Meitingen

Bei der Klärung unserer Abwässer fällt durchgehend Klärschlamm an. Zur Ausbringung dieses Schlamms auf Felder gab es seit jeher schon geteilte Meinungen. Seit es hier Grenzwerte auch für bestimmte Medikamentenrückstände gibt, kann das jedenfalls kaum mehr praktiziert werden. Stattdessen wird die Masse nun entwässert und einer speziellen Verbrennung zugeführt. Die Entwässerung wird in Meitingen bislang regelmäßig in einer mobilen Anlage durchgeführt, die von einer Firma dazu nach Meitingen gebracht wird.

Eigene Anlage sinnvoll

Nachdem der Betrieb einer eigenen Anlage betriebliche und finanzielle Vorteile verspricht, haben die Freien Wähler 2018 angeregt, dies in unserer Kläranlage in Ostendorf umzusetzen. Zur Vorbereitung von Entscheidungen hatten die Marktgemeinderäte die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild des gesamten Kläranlagenbetriebs zu machen.

Herr Uhl, Leiter der Kläranlage, erklärte dabei die Teile der Anlage und ihre Funktion. Dabei blieb auch keine der vielen Fragen unbeantwortet, so dass wir für die weiteren Planungen gut gerüstet sind.

Vermeidbare Störungen

Herr Uhl berichtete auch von vielen Störungen, die eigentlich vermeidbar wären. Zwischen den Abwasserableitungen an den Häusern und der Kläranlage ist oft ein weiter Weg und so muss an verschiedenen Stellen des Kanalsystems das Wasser – und alles was sich darin befindet – gepumpt werden. Vor allem Feuchttücher und der hohe Anteil an Fett führen hier immer wieder zu Ausfällen und erhöhtem Wartungsaufwand. Immer wieder funktioniert auch die Ableitung nicht, wenn zu wenig Wasser in den Rohren ist. Gut gemeintes Wasser-Sparen kann hier zum Problem werden.

600.000 Euro Investition

In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates wurden nun die nächsten Planungen beauftragt, damit wir zügig die eigene Entwässerungsanlage bekommen und damit auch ein Stück unabhängiger werden. Das ist uns auch deshalb wichtig, damit der unterbrechungsfreie Betrieb, die Leistung und die Wirksamkeit der Anlage garantiert bleibt und die Einleitungen in den Lech weiterhin in allen nennenswerten Bereichen sehr deutlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten bleiben.

Was lange währt… Sanierung der Mühlstraße in Herbertshofen

Für ca. 30 Jahre hatte der südliche Teil der Mühlstraße ein recht unrühmliches Erbe mit sich herumzutragen bzw. „in sich liegen“ – unbehandelte Elektroofenschlacke, kurz EOS, der ortsansässigen Lechstahlwerke, die dort als Untergrundmaterial eingebaut wurde. Damals natürlich nur „mit besten Absichten“, – Mitte der 90er Jahre hatten die damaligen Gemeindevorstände Ressourcen, sprich Kies, sparen wollen, in einer Zeit, in der „grün sein“ gerade in Mode kam. Was lag näher, als das Abfallprodukt der Stahlproduktion hier und an vielen anderen Stellen innerhalb der Gemeinde als Einbaumaterial zu recyceln?

Leider war die Theorie auch hier grau: Ein ganzer Supermarkt musste monatelang wegen Rissen in den Fundamenten geschlossen werden und auch in der neu gebauten Mühlstraße quoll die Schlacke bald unter der Straße auf. Die am Rande der Straße gepflanzten Lindenbäume entschieden sich, ihre Wurzeln eher nach oben als nach unten wachsen zu lassen. Nun hatte der Markt Meitingen also den Salat – eine Straße, die mit der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes eher einer Buckelpiste glich, eine Firma, die sich keiner Schuld bewusst war und sich zudem nach ein paar Jahren von ihrer etwaigen Verpflichtung zur Nachbesserung freikaufen konnte und Anlieger die mit der zunehmend miserablen Straßenqualität leben mussten.Doch seit dem Dienstag nach Ostern bewegt sich hier aber etwas! Unter tatkräftiger Mitwirkung der FREIEN WÄHLER – Fraktion und im speziellen der FLW-Abgeordneten im Meitinger Marktgemeinderat wurde noch in der alten Legislaturperiode beschlossen, dass der am stärksten betroffene Abschnitt der Mühlstrasse zwischen Hausnummer 32 und 40 als „Unterhaltsmaßnahme“ saniert werden soll. Das Beste daran: Dank dem Volksbegehren 2018 gegen die „Strabs“ (Straßenausbaubeitragssatzung), bei dem die FREIEN WÄHLER Bayern eine entscheidende Rolle spielten, und deren darauf folgenden Abschaffung, bleiben solche und auch weitaus größere Sanierungsmaßnahmen für Anlieger zukünftig kostenfrei.

Aufgrund der Bauarbeiten sind nun logischerweise gewisse Einschränkungen für mehrere Monate unumgänglich – die Maßnahmen der beauftragten Firma sollen bis Juli andauern. Mit dem Ausblick auf eine dann für kommende Jahrzehnte ordentliche Fahrbahn kann dieser Zeitraum aber wohl durchaus verschmerzt werden.

Sanierung Mühlstraße (Bild: Andreas Brodkorb)

FLW-Aktion saubere Flur rund um Herbertshofen

Einige Tage vor dem 29. Februar sah es wettermäßig gar nicht rosig aus. Die FLW hatte seit längerem für diesen Samstag ihre Aktion „Saubere Flur um Herbertshofen“ geplant.

Aber die vielen Tage stürmischen Windes vorher bliesen nicht nur die Regenwolken weg, sondern sorgten auch dafür, dass die fleißigen Helfer der FLW viel zu sammeln hatten.

Drei Gruppen zogen los, zünftig ausgestattet mit Warnweste, Eimer, Zange und Handwagen. Gegen Mittag war der Anhänger des Bulldogg-Gespanns, das ein Landwirt zur Verfügung gestellt hatte, nahezu voll beladen.

Zigarettenkippen, Flaschen aller Art, Papier, Folien, Reifen und sogar eine durchnässte alte Matratze wurden gefunden. Sowohl entlang der alten B2 und des Kanaldamms als auch rund um die Industriestraße und bis über die
Bahnüberführung zum Kreisverkehr der Schnellstraße musste man nicht lange suchen.

Überall fanden sich Hinterlassenschaften, die unvernünftige Zeitgenossen achtlos weggeworfen hatten oder die vom Sturm angeweht wurden.

Der unverdrossene Fleiß der Sammler wurde belohnt: Nach der ordnungsgemäßen Trennung und Entsorgung der „Fundstücke“ traf man sich zur gemeinsamen Brotzeit im Sängerheim.

Aktion Saubere Flur (Bild: Anton Scharpf)
Aktion Saubere Flur (Bild: Anton Scharpf)

Heimische Geschäfte geben Geld zurück

Wir leben in verrückten Zeiten. Was gestern noch als Fake-News beschimpft wurde, kann nächste Woche schon Stand der Wissenschaft sein. Wer soll da noch durchblicken? Eines ist aber klar: Die Auswirkungen auf unsere
Geschäfte und Arbeitsplätze sind unabsehbar, für viele Betriebe schon jetzt dramatisch. Deshalb: Kaufen Sie vor Ort! Online mag es manchmal bequemer sein, zumindest, solange man keinen Service benötigt.

Aber, wenn große Konzerne „steueroptimierende“ Konstrukte über Stiftungen organisieren oder ihre Gewinne im Ausland versteuern (dort oft nicht nennenswert), fehlt dieses Geld bei uns. Davon können bei uns keine Beatmungsgeräte gekauft oder ins Gesundheitssystem investiert werden, auch nicht in Schulen und Verkehr. Nicht in unsere Kindergärten vor Ort, unsere neue Bahnunterführung, die Sanierung der Straßen, die Unterstützung unserer Vereine usw.. Unsere örtlichen Betriebe leisten hier ihren Beitrag, wie Sie auch: Nämlich über Steuern. Darüber hinaus unterstützen viele freiwillig unsere Vereine durch Sach- und Geldspenden. Gute Gründe, künftig noch mehr vor Ort einzukaufen!

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