Monat: Mai 2020

Fachthemen aufgeteilt

In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates wurde unter anderem auch die Besetzung der Ausschüsse geregelt. Dort werden Fachthemen in kleinerer Runde diskutiert, für den Marktgemeindrat vorbereitet oder direkt entschieden, solange es im festgesetzten Verantwortungsbereich liegt. Von den Freien Wählern stehen für Sie ab sofort bereit:

Planungs-, Umwelt- und Werksausschuss:
Robert Hecht (FWGem Meitingen)
Rudolf Helfert (UWG Erlingen)
Stefan Müller (FLW Herbertshofen)
Klaus Nebe (FWG Meitingen)

Haupt- und Finanzausschuss:
Ernst Dittrich (FLW Herbertshofen)
Patrick Gerblinger (UWG Erlingen)
Robert Hecht (FWGem Meitingen)
Franz Wengenmayr (FWGem Meitingen)

Rechnungsprüfungsausschuss:
Ernst Dittrich (FLW Herbertshofen)
Rudolf Helfert (UWG Erlingen)
Franz Wengenmayr (FWGem Meitingen)

Damit auch jeweils alle anderen Räte informiert sind, findet natürlich ein Austausch statt. Zusätzlich führt eine Vertretungsregelung in der Praxis dazu, dass jede/r auch mal im jeweils anderen Ausschuss arbeitet.

Desweiteren sind wir vertreten im Aufsichtsrat der Meitinger Wohnungsbau GmbH, im Schulverband, in der Geschwister-Scholl-Stiftung, im Erholungsgebieteverein Augsburg e. V. sowie im Wasserverband Schmuttergruppe Nordendorf um dort die Anliegen der Gemeinde im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger zu vertreten.

Wir freuen uns schon jetzt auf die vielfältigen Fachthemen in diesen Gremien und auf eine gute Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen der anderen politischen Gruppierungen!

Klärschlammentwässerung in Meitingen

Bei der Klärung unserer Abwässer fällt durchgehend Klärschlamm an. Zur Ausbringung dieses Schlamms auf Felder gab es seit jeher schon geteilte Meinungen. Seit es hier Grenzwerte auch für bestimmte Medikamentenrückstände gibt, kann das jedenfalls kaum mehr praktiziert werden. Stattdessen wird die Masse nun entwässert und einer speziellen Verbrennung zugeführt. Die Entwässerung wird in Meitingen bislang regelmäßig in einer mobilen Anlage durchgeführt, die von einer Firma dazu nach Meitingen gebracht wird.

Eigene Anlage sinnvoll

Nachdem der Betrieb einer eigenen Anlage betriebliche und finanzielle Vorteile verspricht, haben die Freien Wähler 2018 angeregt, dies in unserer Kläranlage in Ostendorf umzusetzen. Zur Vorbereitung von Entscheidungen hatten die Marktgemeinderäte die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild des gesamten Kläranlagenbetriebs zu machen.

Herr Uhl, Leiter der Kläranlage, erklärte dabei die Teile der Anlage und ihre Funktion. Dabei blieb auch keine der vielen Fragen unbeantwortet, so dass wir für die weiteren Planungen gut gerüstet sind.

Vermeidbare Störungen

Herr Uhl berichtete auch von vielen Störungen, die eigentlich vermeidbar wären. Zwischen den Abwasserableitungen an den Häusern und der Kläranlage ist oft ein weiter Weg und so muss an verschiedenen Stellen des Kanalsystems das Wasser – und alles was sich darin befindet – gepumpt werden. Vor allem Feuchttücher und der hohe Anteil an Fett führen hier immer wieder zu Ausfällen und erhöhtem Wartungsaufwand. Immer wieder funktioniert auch die Ableitung nicht, wenn zu wenig Wasser in den Rohren ist. Gut gemeintes Wasser-Sparen kann hier zum Problem werden.

600.000 Euro Investition

In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates wurden nun die nächsten Planungen beauftragt, damit wir zügig die eigene Entwässerungsanlage bekommen und damit auch ein Stück unabhängiger werden. Das ist uns auch deshalb wichtig, damit der unterbrechungsfreie Betrieb, die Leistung und die Wirksamkeit der Anlage garantiert bleibt und die Einleitungen in den Lech weiterhin in allen nennenswerten Bereichen sehr deutlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten bleiben.

Was lange währt… Sanierung der Mühlstraße in Herbertshofen

Für ca. 30 Jahre hatte der südliche Teil der Mühlstraße ein recht unrühmliches Erbe mit sich herumzutragen bzw. „in sich liegen“ – unbehandelte Elektroofenschlacke, kurz EOS, der ortsansässigen Lechstahlwerke, die dort als Untergrundmaterial eingebaut wurde. Damals natürlich nur „mit besten Absichten“, – Mitte der 90er Jahre hatten die damaligen Gemeindevorstände Ressourcen, sprich Kies, sparen wollen, in einer Zeit, in der „grün sein“ gerade in Mode kam. Was lag näher, als das Abfallprodukt der Stahlproduktion hier und an vielen anderen Stellen innerhalb der Gemeinde als Einbaumaterial zu recyceln?

Leider war die Theorie auch hier grau: Ein ganzer Supermarkt musste monatelang wegen Rissen in den Fundamenten geschlossen werden und auch in der neu gebauten Mühlstraße quoll die Schlacke bald unter der Straße auf. Die am Rande der Straße gepflanzten Lindenbäume entschieden sich, ihre Wurzeln eher nach oben als nach unten wachsen zu lassen. Nun hatte der Markt Meitingen also den Salat – eine Straße, die mit der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes eher einer Buckelpiste glich, eine Firma, die sich keiner Schuld bewusst war und sich zudem nach ein paar Jahren von ihrer etwaigen Verpflichtung zur Nachbesserung freikaufen konnte und Anlieger die mit der zunehmend miserablen Straßenqualität leben mussten.Doch seit dem Dienstag nach Ostern bewegt sich hier aber etwas! Unter tatkräftiger Mitwirkung der FREIEN WÄHLER – Fraktion und im speziellen der FLW-Abgeordneten im Meitinger Marktgemeinderat wurde noch in der alten Legislaturperiode beschlossen, dass der am stärksten betroffene Abschnitt der Mühlstrasse zwischen Hausnummer 32 und 40 als „Unterhaltsmaßnahme“ saniert werden soll. Das Beste daran: Dank dem Volksbegehren 2018 gegen die „Strabs“ (Straßenausbaubeitragssatzung), bei dem die FREIEN WÄHLER Bayern eine entscheidende Rolle spielten, und deren darauf folgenden Abschaffung, bleiben solche und auch weitaus größere Sanierungsmaßnahmen für Anlieger zukünftig kostenfrei.

Aufgrund der Bauarbeiten sind nun logischerweise gewisse Einschränkungen für mehrere Monate unumgänglich – die Maßnahmen der beauftragten Firma sollen bis Juli andauern. Mit dem Ausblick auf eine dann für kommende Jahrzehnte ordentliche Fahrbahn kann dieser Zeitraum aber wohl durchaus verschmerzt werden.

Sanierung Mühlstraße (Bild: Andreas Brodkorb)

FLW-Aktion saubere Flur rund um Herbertshofen

Einige Tage vor dem 29. Februar sah es wettermäßig gar nicht rosig aus. Die FLW hatte seit längerem für diesen Samstag ihre Aktion „Saubere Flur um Herbertshofen“ geplant.

Aber die vielen Tage stürmischen Windes vorher bliesen nicht nur die Regenwolken weg, sondern sorgten auch dafür, dass die fleißigen Helfer der FLW viel zu sammeln hatten.

Drei Gruppen zogen los, zünftig ausgestattet mit Warnweste, Eimer, Zange und Handwagen. Gegen Mittag war der Anhänger des Bulldogg-Gespanns, das ein Landwirt zur Verfügung gestellt hatte, nahezu voll beladen.

Zigarettenkippen, Flaschen aller Art, Papier, Folien, Reifen und sogar eine durchnässte alte Matratze wurden gefunden. Sowohl entlang der alten B2 und des Kanaldamms als auch rund um die Industriestraße und bis über die
Bahnüberführung zum Kreisverkehr der Schnellstraße musste man nicht lange suchen.

Überall fanden sich Hinterlassenschaften, die unvernünftige Zeitgenossen achtlos weggeworfen hatten oder die vom Sturm angeweht wurden.

Der unverdrossene Fleiß der Sammler wurde belohnt: Nach der ordnungsgemäßen Trennung und Entsorgung der „Fundstücke“ traf man sich zur gemeinsamen Brotzeit im Sängerheim.

Aktion Saubere Flur (Bild: Anton Scharpf)
Aktion Saubere Flur (Bild: Anton Scharpf)

Heimische Geschäfte geben Geld zurück

Wir leben in verrückten Zeiten. Was gestern noch als Fake-News beschimpft wurde, kann nächste Woche schon Stand der Wissenschaft sein. Wer soll da noch durchblicken? Eines ist aber klar: Die Auswirkungen auf unsere
Geschäfte und Arbeitsplätze sind unabsehbar, für viele Betriebe schon jetzt dramatisch. Deshalb: Kaufen Sie vor Ort! Online mag es manchmal bequemer sein, zumindest, solange man keinen Service benötigt.

Aber, wenn große Konzerne „steueroptimierende“ Konstrukte über Stiftungen organisieren oder ihre Gewinne im Ausland versteuern (dort oft nicht nennenswert), fehlt dieses Geld bei uns. Davon können bei uns keine Beatmungsgeräte gekauft oder ins Gesundheitssystem investiert werden, auch nicht in Schulen und Verkehr. Nicht in unsere Kindergärten vor Ort, unsere neue Bahnunterführung, die Sanierung der Straßen, die Unterstützung unserer Vereine usw.. Unsere örtlichen Betriebe leisten hier ihren Beitrag, wie Sie auch: Nämlich über Steuern. Darüber hinaus unterstützen viele freiwillig unsere Vereine durch Sach- und Geldspenden. Gute Gründe, künftig noch mehr vor Ort einzukaufen!

Danke, Hans!

Nach 18 Jahren hat unser FLW-Urgestein Johann „Hans“ Deisenhofer sein Engagement als Marktgemeinderat beendet. Während seiner Zugehörigkeit zum Gremium war Hans Deisenhofer durchgehend Mitglied im Planungsausschuss
und hat somit maßgeblich an der Entwicklung des Marktes Meitingen, speziell auch in unserem Ortsteil Herbertshofen mitgewirkt. Zuletzt fungierte er zudem als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freie-Wähler-Fraktion im Marktgemeinderat.

Im Jahre 2017 wurde Hans Deisenhofer eine besondere Auszeichnung zuteil: Ihm wurde für 15-jährige Ratstätigkeit der Ehrenring des Marktes Meitingen überreicht.

Als Marktgemeinderat war Hans Deisenhofer parteiübergreifend immer an gemeinsamen Lösungsansätzen interessiert. „Des wer mer scho hinkriegn!“ ist einer seiner Lieblingssätze. Über seinen Einsatz im Rat hinaus, bekleidet
Hans Deisenhofer weitere Ehren- und Vorstandsämter in vielen Herbertshofener Vereinen, wie z. B. bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Soldatenkameradschaft. Hans ist am Ort engagiert, sei es beim jährlichen Aufstellen des Maibaums oder mit seinem Einsatz bei zahlreichen Festen am „Gockelstand“ der Feuerwehr.

Hans Deisenhofer war auch jahrelang Vorsitzender unserer Freien Lechtaler Wählergemeinschaft. Bei der FLW wird er uns als wichtiger Impuls- und Ratgeber auch weiterhin zur Seite stehen. Darüber freuen wir uns sehr!

Lieber Hans, wir sagen an dieser Stelle ganz herzlich „DANKESCHÖN!“ für Dein Engagement als Marktgemeinderat, bei der FLW und ganz besonders für Deinen Einsatz für unser Herbertshofen!

Konstituierende Sitzung des Marktgemeinderates Meitingen 2020


Trotz der aktuellen Situation konnte am 6. Mai 2020 die konstituierende Sitzung des Marktgemeinderates in Meitingen in einem feierlichen Rahmen in unserer Gemeindehalle stattfinden.

Die 10 neu in den Rat gewählten Damen und Herren leisteten hier gegenüber 1. Bürgermeister Dr. Michael Higl ihren Amtseid ab. Im Anschluss wurde Claudia Riemensperger (CSU) zur 2. Bürgermeisterin gewählt. Rudolf Helfert (UWG) dürfen wir zum Amt des 3. Bürgermeisters beglückwünschen.

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit in den nächsten sechs Jahren!

1. Bürgermeister Dr. Michael Higl, Stefan Müller (neu im Marktgemeinderat für die FLW) (Bild: Peter Heider)

Barrierefreier Bahnhof Meitingen

Marktgemeinderat entscheidet sich für Form der Anbindung der neuen Unterführung.

Der Tunnel unserer neuen Unterführung am Meitinger Bahnhof ist bereits an Ort und Stelle. Fehlt nur, dass wir ihn auch benutzen können … Für die Zugänge am Gleis 2 und 3 ist die Bahn zuständig. Für die Zugänge zum Tunnel am östlichen und westlichen Ende der Markt Meitingen. In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates in der „alten“ Besetzung war festzulegen, in welcher Form die Zugäng angelegt werden sollten. Von sehr platzsparend bis ansprechend und „zukunftskompatibel“ wurden verschiedene Varianten mit all ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt und diskutiert.

Fast einstimmig wurde die Lösung ausgewählt, die Sie in der Grafik sehen können. Barrierefreiheit war dabei ein Muss, aber auch Anspruch für eine moderne Unterführung. Trotzdem sollten kurze Wege möglich sein für alle, die keine Beschwerden haben. Einen Aufzug wird es jedoch nicht geben. Dieser würde wohl 400.000 Euro kosten und ganz erhebliche monatliche Kosten verursachen. Zusätzlich zeigt die Erfahrung von anderen Standorten, dass Aufzüge oft beschädigt werden, gesperrt werden müssen und somit nicht genutzt werden können. Obendrein baut die Bahn selbst am Bahnsteig keinen Aufzug mit Verweis auf einen „naheliegenden“ Aufzug am Bahnhof Donauwörth (in Zukunft). Auch ein Aufzug am Bahnsteig müsste somit von der Marktgemeinde bezahlt werden, was die Kosten in Bau und Betrieb ungefähr verdoppeln würde. Dafür haben wir in Meitingen die Möglichkeit, Parkplätze für Gehbehinderte in unmittelbarer Nähe anzulegen.

Neben dem Zugang zu den Zügen hatte bei der Entscheidung jedoch auch eine gute Nutzbarkeit für Radfahrer eine hohe Prioriät. Sie können hier zukünftig die Bahntrasse queren. So sollen alle Durchgänge auch fahrend benutzt werden können. Auch mit Lastenfahrrad, Anhänger und entsprechendem Gegenverkehr. Wer abkürzen möchte, kann trotzdem eine Rampe seitlich an der Treppe benutzen. Gleiches gilt für Fußgänger mit Kinderwagen. Insgesamt setzt das Konzept auf gegenseitige Rücksichtnahme bei Flächen, die von Fußgängern und Radlern gemeinsam genutzt werden.

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